Skimo
Geschichte Ski Alpinismus
Hinter diesem Namen steht eine sehr alte Sportart. Von jeher ging es darum, Aufstiege und Abfahrten möglichst schnell zu bewältigen. Bereits vor 100 Jahren, in den Anfängen des Skisports, wurden damals sogenannte Dauerläufe durchgeführt. Diese Läufe wurden zuerst immer einzeln ausgetragen. Mit dem damaligen Material (nur mit einem Stock) wurden schon ausserordentliche Leistungen vollbracht. Zum Beispiel wurde 1903 der erste Prageldauerlauf über 20 km von Muotathal nach Glarus durchgeführt. 1905 wurde dieser Wettkampf vom Grindelwaldner Fritz Steuri in der unglaublichen Zeit von 1 Std. 57 Min. gewonnen.
Später wurden solche Rennen in Zweier oder Dreier Teams, sogenannte Patrouillen-Läufe, gelaufen und wurden meisten von der Armee organisiert. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der wohl berühmteste Lauf, die Patrouille des Glaciers, ins Leben gerufen. Mit diesem Wettkampf sollte die Ausdauer der Wehrmänner im Gebirge getestet werden. Nach einem Unglück 1949 (3 Männer stürzten in eine Gletscherspalte und fanden dabei den Tod) verbot das Militärdepartement den Wettkampf. Doch im Jahre 1984 erlebte die Patrouille des Glaciers ihre erfolgreiche Wiedergeburt. Heute wird die Patrouille des Glaciers alle zwei Jahre organisiert.Diese Sportart wird heute „Ski Alpinismus“ genannt. Auf der ganzen Welt werden unzählige Läufe durchgeführt (Alpenländer, Pyrenäen, Griechenland, Indien, Südamerika, Marokko, Japan, Neuseeland...). Die Schweiz zählt mit Italien und Frankreich zu den führenden Nationen im Ski Alpinismus. Heutzutage werden nur noch die Patrouille des Glaciers, die Trofeo Mezzalama und zwei weitere Rennen in dreier Teams durchgeführt, die anderen Wettkämpfe werden in zweier Teams oder manchmal einzeln ausgetragen. Die materielle Entwicklung in den letzten Jahren ist enorm. Ein Wettkampfski wiegt gerade noch 0.85 kg (mit Bindung) bei einer Länge von 164 cm und spezielle Carbonschuhe wurden auf den Markt gebracht.Die Strecken werden immer anspruchsvoller und technischer. Bei den Wettkämpfen sind Aufstiege mit fellbewehrten Skis zu bewältigen. Die Spuren, wenn möglich zwei nebeneinander, sind vorgegeben. Bei einzelnen Passagen – beispielsweise in Couloirs – steigt man zu Fuss auf, die Skier werden auf den Rücksack geschnallt. Die Abfahrten erfolgen in unpräpariertem Schnee. Bei diversen Rennen müssen auch Aufstiege mit Steigeisen bewältigt werden.Vielmals wird bei den Abfahrten und Wechseln wertvolle Zeit gewonnen oder verloren. Im optimalen Fall benötigen die besten Ski Alpinisten gerade noch 30 Sekunden zum befestigen der Felle und 10 Sekunden zum abnehmen. Um in dieser Sportart vorne mitmischen zu können, braucht es eine enorme Ausdauer, skifahrerisches Können, Geschicklichkeit und Kraft.
Im modernen Ski Alpinismus wird ein Team und Einzel World Cup ausgetragen. Neben unzähligen anderen interessanten Rennen wie Pierra Menta, Trofeo Mezzalama und auch der Swiss Cup findet alle zwei Jahre eine Weltmeisterschaft statt.